PROJEKTE

Lernen durch Engagement

Was gibt uns Orientierung und Halt? Wie gelingt ein verantwortungsvolles Miteinander von
Menschen in einer zunehmend heterogenen Gesellschaft? Werte spielen in unserem Leben eine
wichtige Rolle. Sie bilden Maßstäbe, schaffen Kriterien und stärken die persönliche und kulturelle
Identität. Gefragt sind deshalb Lehr- und Lernmethoden, die frühzeitig Fachwissen fördern und
gleichzeitig Erfahrungsräume eröffnen, in denen Kinder und Jugendliche Werte erleben und
reflektieren, um so eine starke und am Gemeinwohl Persönlichkeit zu entwickeln. Die Lehr- und
Lernform Service-Learning bereichert den Unterricht durch handlungsorientiertes und
lebensnahes Erfahrungslernen - orientiert an den gültigen Lehrplänen. Service-Learning – Lernen
durch Engagement verbindet schulisches Lernen mit gesellschaftlichem Engagement und fördert
so die Wertebildung im Unterricht: Schüler*innen erfahren bei ihrem Engagement im Stadtteil oder
darüber hinaus ihre gesellschaftliche Relevanz durch das Erreichen selbst gesetzter Ziele und
setzen sich damit reflexiv im Unterricht auseinander. Die Schüler*innen ziehen Rückschlüsse für
ihre eigene Lebensgestaltung und bauen ihre Wertevorstellungen aktiv aus.
Schon mit der Gründung des Gymnasiums Dresden-Johannstadt wurde unsere Schule Teil des
Netzwerks von LdE-Schulen in Sachsen, das von der Koordinierungsstelle Lernen durch
Engagement (KLE) in Dresden geleitet wird.
Lernen durch Engagement ist ein Kooperationsprojekt des Sächsischen Staatsministeriums für
Kultus, der Aktion Zivilcourage e. V., der Sächsischen Jugendstiftung und der Stiftung Lernen
durch Engagement. Es wird durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des
Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts und durch die Freudenberg Stiftung finanziert.


*Unter Verwendung von:Service Learning in den MINT-Fächern - Lernen durch Engagement für einen wertebildenden Unterricht. Hrsg. Siemens Stiftung und Freudenberg Stiftung. 2. Aufl. 2018. S. 1.


Die JohannstadtEntdecker

Gemeinsam erforschen wir unseren Stadtteil: Im Rahmen des Projektes „Schulen adoptieren Denkmale“ gehen Kinder der fünften und sechsten Klasse auf Entdeckungstour. Unser Ziel: Die unweit unserer Schule gelegene Trinitatiskirchruine, der Gegenstand unserer Neugier…

Wir erkunden die Geschichte des Bauwerks und seiner unmittelbaren Umgebung und sehen, wie sich unser Stadtteil nach Zerstörung und modernem Wiederaufbau verändert hat und dennoch allgegenwärtig Geschichte atmet. Dafür steht die Trinitatiskirche: Als Neorenaissancebau aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert, der der stetig wachsenden Bevölkerung der Johannstadt religiöse und kulturelle Heimat bot, als Ruine als Mahnmal für die Schrecken von Gewaltherrschaft und Krieg, als Neubau der Jugendkirche für die Verbindung von Geschichte, Gegenwart und Zukunft.

Wir wollen diese Geschichte in Form einer kleinen Ausstellung lebendig machen, in deren Mittelpunkt Modelle der Kirche und des Trinitatisplatzes stehen werden. Damit wird Geschichte für unsere SchülerInnen und alle Menschen im Stadtteil im wahrsten Sinne des Wortes greifbar, weit über das trockene Studium von Internetseiten oder Büchern hinaus.

In Zukunft werden wir uns auch weiteren interessanten Orte der nördlichen Johannstadt widmen, denn es gibt noch viel zu entdecken: den Bönischplatz, das Vogelwiesengelände, Antons an der Elbe, und vieles mehr. Sollte also auch in Dir ein kleiner Forscher schlummern, dann bleibt noch viel zu entdecken…

Link zum Projekt


GDJ und ZLSB der TU Dresden erarbeiten gemeinsames Seminar zum Thema Schulentwicklung

Neben der fachlichen Qualifikation, dem Fokus auf die didaktische Gestaltung von Unterricht und den vielen pädagogischen und lernpsychologischen Fragestellungen kommt das Thema „Schulentwicklung“ in der Lehrer*innenbildung oft zu kurz.

Das Seminar „Gemeinsam Schule entwickeln“ sollte an dieser Stelle anknüpfen und am Beispiel des Gymnasiums Dresden-Johannstadt Einblicke in theoretische Ansätze zur Schulentwicklung und praktische Rahmenbedingungen einer Neugründung geben.

18 Gymnasiallehramtsstudierende aller Fächer haben sich im Sommer 2021, nach einer Schulführung der Schüler*innen und einem Kennenlernen der Schulleitung, in die Rollen der Lehrer*innen und Leitung am GDJ versetzt und Konzepte zur Leitbildarbeit, Team- und Personalentwicklung sowie zur digitalen Kooperation erarbeitet.

Fazit einer/s Studierenden: „Spannendes Seminar, was sonst schwer zugängliche Einblicke in die Struktur von Schule ermöglicht und Studenten dazu anregt problemorientiert und kooperativ an bestimmte Herausforderungen des Schulkosmos heranzugehen.“

Wir freuen uns über die Ergebnisse und die weitere Zusammenarbeit.